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Nikon Know How – Macro Fotografie

Langsam kommt die Sonne heraus, die Natur erwacht! Der Frühling ist die perfekte Jahreszeit, um dich an Macro-Fotografie zu versuchen. Um dich auf dieser Reise zu begleiten, haben wir einige Tipps für dich gesammelt – mit Hilfe des Fotografen Alberto Ghizzi Panizza.

Sein erster Tipp ist, ein gutes Objektiv mit 1:1 Abbildungsverhältnis zu wählen – das AF-S DX MICRO-NIKKOR 40mm 1:2.8G ist seine erste Wahl.

Taunasse Blätter, winzige Insekten – wenn du dich auf frühlingshafte Details konzentrieren möchtest, solltest du deine Tiefenschärfe verringern und Ablenkungen verschwimmen lassen. Aber was ist Tiefenschärfe?
Sie beschreibt jenen Bereich deiner Aufnahme, die scharf abgebildet ist.  Ein schmales “depth of field”, wie die Tiefenschärfe auf Englisch genannt wird, kreiert den verschwommenen Hintergrund von Bildern mit Bokeh Effekt.
Drei Haupteinflüsse:

  1. Blendeneinstellung: Eine schmale Blendeneinstellung (hohe Nummer) wird die Tiefenschärfe erhöhen, eine weite Blendeneinstellung (niedrige Nummer) wird sie verringern.
  2. Brennweite:  Die Brennweite des Objektivs wird die Tiefenschärfe ebenfalls beeinflussen. Eine Grundregel ist: Je länger die Brennweite, desto  oberflächlicher wird die Tiefenschärfe.
  3. Größe des Sensors: Kleinere Sensoren, wie sie etwa in Kompaktkameras Kameras zu finden sind, haben größere Tiefenschärfe, während größere Sensoren, wie die von DSLRs, geringere Tiefenschärfe aufweisen.
  4. Die Distanz zum Motiv: Je näher das Motiv, umso oberflächlicher wird die Tiefenschärfe.


„Die richtige Kombination aus der Schärfe des Motivs und einem angenehm verschwommenen Hintergrund ist einer der spannendsten Aspekte der Macro Fotografie”, erklärt Alberto Ghizzi Panizza. Um damit zu experimentieren, ist die Abblendtaste, die ihr auf den meisten Nikon DSLRs findet, sehr hilfreich. Er zeigt dir durch den Sucher, welche Tiefenschärfe deine Aufnahme haben wird – basierend auf der gewählten Blendenöffnung.

Wer hat schon einmal versucht, einen Schmetterling in Nahaufnahme abzulichten? Es kann sehr schwierig sein, ein multidimensionelles Lebewesen scharf fokussiert einzufangen. Sind die Flügel parallel zur Kamera und ihrem Sensor, ist es relativ einfach, ein scharfes Foto des kompletten Flügels einzufangen. Kaum ergibt sich ein Winkel, sieht die Sache anders aus. Plötzlich ist nur noch ein Teil der Flügel fokussiert. Um dieses Problem zu überwinden, empfiehlt Alberto Ghizzi Panizza eine Technik namens Focus Stacking.

Dafür nimmt er eine Reihe aufbauender Fotos auf, die näher zu und weiter weg vom Objekt fokussieren. Anschließend blendet er sie in der Postproduktion zu einem Bild zusammen um ein Foto mit dem gesamten Motiv in perfektem Fokus zu gewinnen.

Macro Fotografie enthüllt viele Geheimnisse. Je näher ihr eurem Motiv kommt, umso spannender werden die Details. Fotograf Alberto Ghizzi Panizza hat sich die versteckte Schönheit von Rost genau vorgenommen – in Bilkyrkogården Kyrkö Mosse, einem schwedischen Autofriedhof. Sein letzter Tipp für euch ist ein wenig Extra-Hilfe, wenn es darum geht, Bewegungsunschärfe zu vermeiden, die durch die Bewegung des Fotografen entstehen kann. „Als ich den Rost fotografiert habe, war es nicht immer möglich oder praktisch mit einem Stativ zu fotografieren, was die Kamera so still wie möglich halten würde“, erklärt er. „Wenn ich also freihändig fotografiere, wähle ich ein Objektiv mit eingebauter Bildstabilisator (VR) – zum Beispiel das AF-S DX Micro-NIKKOR 85mm 1:3.5G ED VR. Ideal, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.“

Mit seiner Aufnahme dieser komplizierten Muster der Flechten, die auf einem rostenden Auto wachsen, verabschieden wir uns. Wenn ihr mehr über die NIKKOR Micro Objektive erfahren wollt, haben wir noch ein kurzes Video für euch und ihr könnt euch auf der Website mit der Filtereinstellung „Kategorie – Makro und Spezial“ einen Überblick verschaffen.

Habt ihr Fragen zum Thema Macro Fotografie? Hinterlasst uns einen Kommentar oder schickt uns eine private Nachricht – wir freuen uns drauf!